ÖKO - das Umweltmagazin zwischen Weser und Wiehen


im Bürgerfunk von Radio Westfalica (auf 95,7 und 106,6)

Die Juli-Sendung
Dienstag, 13. Juli 2004
18:05 bis 19:00 Uhr
Moderation: Diana Tuleweit, Jörn Schunk
Technik: Holger Hansing
Themen:
* Serie „Erneuerbare Energien“: Windenergie
* Serie „Lebewesen des Jahres“: Siebenschläfer
* „Findet Nemo“ - Clownfischhaltung
* Unterricht auf dem Bauernhof
* 3. Portaner Energieforum

Die einzelnen Beiträge :

Windenergie (von Jörn Schunk)

Die Windmühlen des Landkreises Minden-Lübbecke stellten früher eine sehr wichtige wirtschaftliche Grundlage unserer Vorfahren dar. Immerhin waren noch im 19. Jahrhundert über 20.000 dieser Anlagen in Deutschland in Betrieb. Man nutzte den Wind, um mechanische Energie zu gewinnen. In den USA wurden z. B. in der Mitte des 19. Jahrhunderts über 6 Millionen so genannte "Westernmills" zum Pumpen von Grundwasser eingesetzt. Erst mit der Erfindung der Dampfmaschine trat dann der weltweite Niedergang der Windkraftnutzung ein. Mit der Ölkrise in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts änderte sich dieses Bild wieder schlagartig. Auf einmal begannen einige Staaten mit günstigen Steuergesetzen die Windkraftnutzung wieder zu fördern. Schon in den 80er Jahren wurden mehrere tausend Windkraftanlagen in den USA errichtet. In Deutschland trat die entscheidende Wende mit dem Regierungswechsel 1998 ein. Mit dem so genannten Stromeinspeisegesetz wird dem Betreiber einer Windkraftanlage sowohl die Stromabnahme, als auch eine Mindestvergütung garantiert. Das löste einen unglaublichen Boom aus, so dass mittlerweile über 15.000 Windkraftanlagen rund 5 % der deutschen Stromproduktion abdecken. Wie aber funktioniert das nun mit der Windkraft? Sturmgeräusche Die Sonneneinstrahlung erwärmt je nach Region die Erdoberfläche unterschiedlich stark. Das ist die Vorraussetzung für die Entstehung von Hoch- und Tiefdruckgebieten. Und weil die Luft zum Ausgleich vom Hoch- zum Tiefdruckgebiet strömt, entsteht "Wind"! Und im Gegensatz zu fossilen Energieträgern steht dieser nahezu unendlich zur Verfügung. Damit diese Windenergie genutzt werden kann, wird der Turm einer Windkraftanlage immer in den Wind gedreht, so dass die so genannten Rotorblätter in Bewegung geraten. Über ein Getriebe wird dann ein Generator angetrieben, der wiederum den Strom erzeugt. Das entscheidende Kriterium ist dabei der so genannte Erzeugerpreis. Das ist nicht der Preis, den Sie für den Strom zahlen müssen, sondern der, den seine Erzeugung kostet. Und dabei ist der Windstrom immer noch deutlich teurer als Strom der aus fossilen Energieträgern gewonnen wird. Damit sich das ändert, wird die Windkraft gefördert, so dass technischer Fortschritt und kostengünstigere Produktion von Windkraftanlagen in Zukunft den Preis weiter senken helfen. Kritiker führen neben dem höheren Erzeugerpreis die Verschandelung unserer Landschaft, Lärmbelästigung und Probleme durch Schattenwurf an. Das hat dazu geführt, dass sich viele Anwohner von Windparks mittlerweile vehement gegen die Windkraftnutzung aussprechen. Sie sehen, es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Es ist also wichtig, einen geeigneten Ausgleich zwischen den einzelnen Interessensgruppen zu finden. Klar bleibt jedenfalls, dass die Windkraftnutzung nur ein Teil einer grundsätzlich veränderten Energiegewinnung in der Zukunft ist. Nach neuesten Prognosen liegt ihr Anteil bei der Stromerzeugung im Jahr 2015 bei rund 7 % und ist damit dann ziemlich ausgereizt. Weiter Informationen zu diesem Thema können sie auch im Internet unter www.windkraft.de oder www.windkraftgegner.de erhalten.

Das Säugetier des Jahres 2004 - der Siebenschläfer (von Holger Hansing)

Manche Menschen nennen mich Eichhörnchen der Nacht, weil ich wie das tagaktive Nagetier mehrere Meter weit von Baum zu Baum springen kann. Bei meiner nächtlichen Nahrungssuche umfasse ich dünne Zweige mit den Pfoten und erklimme Baumstämme mit meinen spitzen Krallen. Ich komme mit Hilfe der feuchten Fußballen selbst senkrechte Wände hoch, wenn es darum geht, Früchte, Knospen, Insekten oder Eier zu ergattern. Der andere Namen, den mir die Menschen gegeben haben, passt aber auch sehr gut zu mir: Sie nennen mich Siebenschläfer, weil ich zwischen Ende Oktober und Mai Winterschlaf halte. Dabei liege ich als Kugel zusammengerollt bewegungslos in einer Baumhöhle oder einem Vogelnistkasten. Mein buschiger Schwanz bedeckt dann wärmend meinen Kopf und ich atme nur zweimal statt neunzigmal pro Minute. Im Winter ist mein graues Fell besonders dicht, sodass der im Herbst angefressene Fettvorrat für über sieben Monate Schlaf reicht. Trotzdem verliere ich die Hälfte meines Körpergewichtes und muss im Frühjahr wieder kräftig reinhauen. Mit Hilfe von Augen, Tasthaaren und vor allem meinem guten Geruchssinn finde ich meine Nahrung. Die ausgezeichneten Sinnesorgane helfen mir auch dabei, meinem flinken Feind, dem Marder, zu entkommen. Bei meinen nächtlichen Streifzügen schrecke ich auch nicht vor menschlichen Behausungen zurück, wenn es dort vielversprechende Nahrungsangebote gibt oder einen Dachboden, auf dem ich in der Ranzzeit Artgenossen treffen kann, um mächtig Lärm zu machen. LAUTE Ich bin ziemlich ortstreu, wenn es in meinem Revier mehrere Schlafquartiere für die Sommertage und reichlich Nahrung gibt. Ich halte mich auch dauerhaft in Gärten auf, vorausgesetzt die Menschen stören mich nicht; während ich in den aufgehängten Nistkästen schlafe. Ich gebe zu auch Jungvögel zu verspeisen, wobei meinetwegen bestimmt noch keine Vogelart ausgestorben ist. Vielmehr habe ich selbst in den letzten Jahren Probleme in Ziergärten und Nutzwäldern zu überleben.

FINDET NEMO - Clownfischhaltung (von Thomas Reckeweg)

Filmmusik von Robbie Williams "Somewhere beyond the sea" "Findet Nemo" ist ein gelungener Animationsfilm, der in den deutschen Filmhäusern ein Kassenschlager war. Besonders bei den jüngeren Zeitgenossen erfreut sich der Streifen großer Beliebtheit, was vor allem an der Besetzung der Hauptrolle liegt: Ein kleiner Clownfisch namens Nemo ist der Filmheld. O-Ton: "Wer kommt denn da aus seiner Anemone gekrochen? "Ich bin Nemo! Sehr viele Kinder sind von dem niedlichen Fisch Nemo so besessen , dass sie sich diesen am liebsten ins Kinderzimmer holen würden. Am Anfang des Films wird der kleine Nemo wird von einem Taucher in einem australischen Riff gefangen. Der nach Sydney verschleppte Nemo wird von seinem Vater im Laufe des Films gesucht. Den Wunsch der Kinder auch einen solchen niedlichen Fisch zu besitzen, nutzen viele Zoogeschäfte aus, indem sie sogenannte. Nemo-Komplett-Aquarien-Sets anbieten, die häufig viel zu klein sind. Dabei interessiert es die Händler aber auch nicht, dass die meisten Kinder schlichtweg keine Ahnung von der Pflege eines Meerwasserbeckens haben. Über die Ansprüche von Clownfischen hat mich Gebhard Mielmann, Mitlgied beim Aquarienverein Aqua-Terra ein wenig aufgeklärt und erzählte mir dazu unter anderem Folgendes: Clownfische seien Symbiosetiere, die zum Leben eine Anemone brauchten und dazu paarweise gehältert werden. Die Hälterung in einem Aquarium sei sehr aufwendig, denn gegenüber einem Süßwasseraquarium seien die technischen Voraussetzungen um ein Vielfaches größer. Regelmäßige Kontrollen des Salzgehaltes, des pH-Wertes, Nitrit- und Phosphatgehaltes usw. seien unabdingbar. 20-30%ige Wasserwechsel seien ebenso in gleichmäßigen Abständen erforderlich. Auch die richtige Belichtung für die Anemone gehöre dazu, wie ihre Versorgung mit dem richtigen Futter, wie z.B. Muschelfleisch und Garnelen. Der Betrieb solcher Becken ist also quasi eine Wissenschaft für sich ist und sollte nur erfahrenen Aquarianern vorbehalten bleiben. Die meisten Kinder sind deshalb mit einem solchen Becken hoffnungslos überfordert - zum Nachteil für die darin befindlichen Tiere. Hierzu hören wir kurz die Meinung von Wilfried Schoppmann, dem 1.Vorsitzenden des Vereins Aqua-Terra-Minden e.V. : "Meerwasseraquarien sind grundsätzlich nichts für Kinderhände, selbst so mancher erfahrene Aquarianer hatte schon seine Probleme beim Hältern von Meerestieren. Unser Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, seine Erfahrungen im Umgang mit solchen Aquarien weiter zu vermitteln und somit eine artgerechte Haltung zu ermöglichen. Wir sind auch dafür, möglichst nur Nachzuchten zu erwerben um den Bestand in der Natur zu schützen. Bei Interesse stehen wir gern unter der Telefonnummer 0571-42230 zu weiteren Auskünften zur Verfügung." Wie Herr Schoppman bereits sagte, ist es als negativ zu betrachten, dass aufgrund der erhöhten Nachfrage von Clownfischen der Bedarf nicht mehr ausschließlich aus Nachzuchten in Gefangenschaft gedeckt werden kann, weshalb die Fische zusätzlich wild aus ihrem natürlichen Lebensraum gefangen werden müssen und die sowieso gefährdete Art noch stärker dezimiert wird. Diese Art der Vermarktung ist daher prinzipiell abzulehnen. O-Ton: "Oh ja, hier draußen kann ein Fisch noch durchatmen!"

Unterricht auf dem Bauernhof (von Lara Pötzschke)

MUUH Wie viele Liter Milch gibt eine Kuh pro Jahr ? Wie groß ist ein Kälbchen, wenn es geboren wird ? Wie sieht der Alltag eines Landwirtes aus ? Wie lebt eine Bauerfamilie überhaupt ? All diese Fragen werden bei dem Projekt "Bauernhof als Klassenzimmer" hautnah geklärt. 50 bäuerliche Familienbetriebe aus Minden und Umgebung beteiligen sich an dem Projekt, zu dem der Landwirtschaftliche Kreisverband Minden-Lübbecke Schulklassen zum Unterricht auf dem Bauernhof einlädt. Annegret Flömer, eine Bäuerin aus Espelkamp nimmt seit eineinhalb Jahren an diesem Projekt teil. Sie hat bereits Gruppen aus Kindergärten und Schulen auf ihren Bauernhof eingeladen. Aus folgenden Gründen stellt sie sowohl Kindern als auch Jugendlichen ihren Hof vor: "Ich denke, dass ganz, ganz viele kaum noch Berührungspunkte mit Landwirtschaft haben. Sie können einfach auch mal die Tierhaltung, wie sie im normalen, konventionellen Betrieb stattfindet, wahrnehmen und sie haben nicht diese Landwirtschaft, die man aus dem Bilderbuch kennt, aber auch nicht die spektakuläre Massentierhaltung, all das was so durch die Medien geht, sondern einfach die normale, moderne Tierhaltung, wie wir sie hier haben." Ihr Mann, der Landwirt, Ernst Flömer, möchte den Kindern ebenfalls einiges beibringen: "Ich möchte eigentlich vermitteln, dass wir hier in der Landwirtschaft auch mit modernen Produktionsmethoden arbeiten, dass wir praktisch mit Mistforke und Computer arbeiten, dass der Beruf des Landwirtes ein sehr anspruchsvoller und vielseitiger Beruf ist." Die Flömers führen ihren Betrieb mit Hilfe einiger Saisonarbeitskräfte Praktikanten und Auszubildender. Sie bewirtschaften 160 Hektar Land und halten Tiere, die mit selbst angebauten Futtermitteln ernährt werden. Der Arbeitstag dauert ca. 12 Stunden, jedoch üben sie ihren Beruf trotzdem mit Freude aus und können sich dank ihrer Hilfskräfte auch Urlaub ermöglichen. Ernst Flömer erklärt uns zu seinem Betrieb: "Wir haben hier auf dem Hof 70 Milchkühe und 400 Mastschweine. Außerdem machen wir auch einen sehr intensiven Ackerbau. Wir bauen ca. 30 Hektar Kartoffeln an für die Chipsproduktion." Was genau alles über die Kühe, Schweine und Kartoffeln zu sagen ist, wird den Kindern auf dem Hof erklärt. Einblicke in Bauernfamilien werden gewährt und das gesamte Landleben wird nähergebracht. Also wer Interesse an einem solch spannenden Erlebnis hat, die menschlichen, tierischen und pflanzlichen Bewohner der am Projekt teilnehmenden Bauernhöfe freuen sich auf jeden Besucher. Ach, übrigens: Eine Kuh gibt im Jahr ca. 10.000 Liter Milch. MUUUH

3. Portaner Energieforum (von Holger Hansing)

Ende Mai, an einem Samstagmorgen in Porta Westfalica: Die Schulhöfe des Portaner Gymnasiums und der Realschule sind mit Autos zugeparkt. Es handelt sich um die PKW der Aussteller und Besucher des 3. Portaner Energieforums mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energien. Leider haben die Fachleute und interessierten Laien zurzeit kaum eine andere Möglichkeiten als die zweitägige Veranstaltung mit Hilfe von fossilen Brennstoffen zu erreichen. Genau diese zukünftigen Chancen beleuchtet auch der Schirmherr der Veranstaltung Dr. Axel Horstmann, der nordrhein-westfälische Minister für Wirtschaft, Energie und Landesplanung, in seinem Eröffnungsvortrag: "Wir sind, glaube ich, diejenigen, die in der Verantwortung sind dafür zu sorgen, dass nicht morgen, aber übermorgen erneuerbare Energien im großen Maße wirtschaftlich eingesetzt werden können, dafür brauchen wir viele Investitionen in Forschung und Entwicklung, das wollen wir leisten, denn wir müssen uns klarmachen, wir verbrauchen ja auch die erschöpflichen Ressourcen zur Zeit, die später anderen Generationen nicht mehr zur Verfügung stehen werden [...]" Der Landesminister macht darauf aufmerksam, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamtenergieaufkommen von heute 6 Prozent auf 20 Prozent im Jahre 2020 hochgeschraubt werden soll. Auf dem Hintergrund dieser Steigerung um 14 Prozent in den nächsten anderthalb Jahrzehnten unterstreicht Dr. Horstmann die Bedeutung der regenerativen Energien: Also das Thema Erneuerbare Energie ist natürlich ein herausragendes politisches Thema. Und Porta Westfalica ist eben eine Stadt, in der man sich sehr früh engagiert hat für Klimaschutz und Erneuerbare Energien - schon 1993 ist ja ein CO2-Minderungskonzept hier aufgestellt worden von den damaligen Stadtvätern und -müttern. Und es ist einfach schön zu sehen, dass die hier weiter machen und das brauchen wir." Die Initiative für das 3. Portaner Energieforum kam direkt aus der Stadt: Die Mitglieder der lokalen Agendagruppe "Umwelt, Wirtschaft und Energie" hatten sich dafür eingesetzt, dass Firmen und Vereine aus der Region in den Schulstraßen der Realschule und des Gymnasiums ihr Know-how vorführen konnten. Als Mitglied der Portaner Agendagruppe erklärt Diplom-Ingenieur Stefan Gölz, warum diese Veranstaltung gerade heutzutage so wichtig ist: "Wir haben eben in der Rede von Axel Horstmann gehört, dass Erdöl endlich ist und in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts zu ende gehen wird und das ist ja die Frage, was machen wir dann ? Womit betreiben wir dann unser Autos ? Womit heizen wir unsere Häuser ? Und jetzt ist eigentlich die Zeit sich damit zu beschäftigen, damit in 10, 15 Jahren die Lösungen ja auch parat sind und wir nicht 5 Euro für den Liter Sprit zahlen müssen." Während seines Rundgangs informierte sich Minister Horstmann bei regionalen Firmen z.B. über die Möglichkeiten der Solarenergie, Erdwärmenutzung und Holzpelletheizung. Anschließend wurde der Landesminister gefragt, in welchen regenerativen Energieformen er ein besonders großes Potenzial für die Zukunft sieht. "Oh, das ist sicher standortabhängig und verschieden. Ich denke, dass nach wie vor die Heiztechnik in Gebäuden erhebliche Reserven bietet, ob ich da nun auf die Wärmepumpe setze oder ob vielleicht daran denke eine CO2-neutrale Versorgung mit Holzpellets aufzubauen. [...] aber wir müssen natürlich auch auf der Erzeugungsseite bei Strom und auch bei den Kraftstoffen mehr an unerschöpfliche Energiequellen denken und auch das wird ja hier gezeigt." II. Teil Nach dem Rundgang über das 3. Portaner Energieforum Ende Mai zog sich Axel Horstmann eine kurze Sporthose an, tauschte sein Sakko gegen das gelbe Klimastaffel-T-Shirt und wollte an dem Lauf für das Weltklima teilnehmen. Zusammen mit dem Minister wartete auch der Trainer des heimischen Handballbundesligisten GWD Minden, Rainer Niemeyer, auf den Startschuss. Rainer Niemeyer äußerte sich wie folgt zur Klima-Staffel: "Ich denke, dass ist ja eine Aktion, die deutschlandweit läuft und wir unterstützen natürlich alle die Grundidee der Klimastaffel und von daher haben wir uns gern zur Verfügung gestellt" Der ebenfalls anwesende GWD - Torschützenkönig und Jung-Nationalspieler Arne Niemeyer ergänzte die Ausführungen seines Vaters folgendermaßen: "Ich denke mal, es ist eine gute Aktion hier für alle, Es hat auch mit Sport zu tun, Und ich hoffe auch, dass es Spaß machen wird." Doch vor dem Startschuss zu der Etappe, die an diesem Tag von Hausberge nach Barkhausen führte, musste sich der Handballprofi noch etwas gedulden. Zunächst erklärte Klaus Giesing als Landeskoordinator der Klimastaffel den Läufern den Sinn der Aktion: "Es geht darum, interessante Projekt umweltfreundlich miteinander zu verbinden mit Fortbewegungsarten. [...] von Reiterstaffeln, über Fahrräder, Laufen, Skaten, Gocard fahren, Einrad fahren [...]" "Das Ziel in Bonn ist natürlich die Erneuerbare Energie-Konferenz, zu der Bundeskanzler Schröder die 80 Vorreiter-Staaten [...] eingeladen hat, die im Bereich Erneruerbare Energie vorangehen möchten und wirerwarten uns natürlich davon einen Schub und weisen mit unserer Aktion hier darauf hin, dass wir als Wirtschaftsland NRW einfach ein Interesse daran haben, dass dieser Bereich stark ausgebaut wird." Schließlich feuerte der stellvertretende Portaner Bürgermeister Hans-Martin Polte den Startschuss ab. Rund 80 Läufer, Skater und Radfahrer machten sich bei sonnigem Wetter und stetigem Gefälle in Richtung Barkhausen auf den Weg, um auch im Kreis Minden-Lübbecke ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.